01 Juni 2017 Brunsbüttel: nächste Phase, nächste Herausforderung
Neues aus Brunsbüttel. Dort arbeitet MvO derzeit mit voller Kraft am Bau eines neuen Schleusenkomplexes. Vor kurzem ist das Bauvorhaben in eine neue Phase gelangt. Nachdem wir im März den Aushub (trocken) der ersten von sechs Baugruben abgeschlossen haben, stehen die kommenden Wochen ganz im Zeichen des Nassaushubs des „Außenschleusenhauptes“. Diese elbseitig gelegene Baugrube besteht aus zwei Teilen. Anfang Mai haben wir den ersten Teil in Angriff genommen. Zu erreichende Tiefe? -23 Meter!

Arbeiten vom Ufer aus
Zur Gewährleistung der Stabilität während und nach den Aushubarbeiten hat die ARGE BAM/WF in der Baugrube in einer Tiefe von- 4m (NHN) eine Konsole mit Querträger (ø1, 30m) angebracht. Wegen der geringen Abmessungen der Baugrube ist der Bodenaushub von einem Ponton aus  sehr schwierig. Deswegen führen wir die Arbeiten vom Ufer aus. Hier kommt unser Seilbagger (Liebherr 954) und unser Hydraulikbagger (Caterpillar 385 MH) mit 10m Greifer Verlängerung zum Einsatz.

20.000 m3 Aushub
Nach Beendigung der Aushubarbeiten und dem Abtransport des Bodenmaterials von 20.000 m3 zum  Bodenlager Dyhrrsenmoor, muss die Baugrubensohle noch von Schlamm befreit werden. Das Bodenlager von einer Fläche von ca. 60 Ha wurde von MvO letztes Jahr mit großem Aufwand hergestellt und betrieben. Der Schlamm aus der Baugrubensohle wird abgepumpt und mit einem Flockungsmittel gemischt. Jetzt wird der Schlamm in Geotube`s gepresst. Hier erfolgt eine Trennung zwischen feste und flüssige Stoffen. Sind die Feststoffe stichfest werden sie zum Bodenlager verbracht.

Wirklich tief und wasserarm baggern
Das Bauvorhaben in Brunsbüttel ist an allen Fronten von Herausforderungen gekennzeichnet. Dies wird sich in den kommenden Wochen nicht ändern. Die Arbeiten müssen nicht nur unter großem Zeitdruck fertiggestellt werden, sondern auch in einer hohen Qualität und in einer Tiefe die für uns nicht alltäglich ist. Da der Wasserstand in der Grube zwischen +3,50 m und +3,80 m liegt, beträgt die Tiefe der Baugrube nicht weniger als 26,5 m unter dem Wasserpegel. Sogar für MvO ist dieses keine gewöhnliche Aufgabe. Und schließlich stellt die komplizierte Baugrube mit den schlecht erreichbaren  Ecken und das wasserarme baggern eine weitere Herausforderung dar. Und wenn die Gurtung dann erst einmal nicht mehr sichtbar ist, weil sie  4m unter dem Wasserspegel liegt, ...“

Fortsetzung folgt!

Teilen Sie diesen Artikel

Projekt

Verwandt: Brunsbüttel, Norddeutschland

Immer mehr und vor allem größere Schiffe nehmen den Weg durch den Nord-Ostsee-Kanal. Die vielbefahrene Wasserstraße stößt an ihre Grenzen. Eine...
Tags