21 Dezember 2015 Auftrag für Arbeiten im Rahmen des Baus der 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel
Am 18. Dezember 2015 hat Martens en Van Oord den Auftrag für die Tiefbau-, Bagger-, Küsten- und Uferbauarbeiten beim Neubau der 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel erhalten. Der Auftraggeber, die „ARGE Neubau 5. Schleusenkammer Brunsbüttel“, der drei BAM-Tochtergesell¬schaften angehören, trägt die Endverantwortung für den gesamten Bau der 5. Schleusenkammer. Unsere Arbeiten beginnen 2016 und werden voraussichtlich 2021 abgeschlossen.

Das gesamte Bauvorhaben umfasst den Bau einer 360 m langen Seeschleuse zwischen der Elbe und dem Nord-Ostsee-Kanal sowie den Umbau der Einfahrt in den elbseitigen Vorhafen. Der Bau der 5. Schleusen-kammer ist für die notwendige Sanierung der 100 Jahre alten Schleusenanlage bei Brunsbüttel von entscheidender Bedeutung. Daneben gewährleistet die Anlage den zügigen Schiffsverkehr auf dem viel befahrenen Nord-Ostsee-Kanal.

Tiefbau-, Bagger-, Küsten- und Uferbauarbeiten
Martens en Van Oord ist selbstverständlich höchst erfreut, diesen Auftrag errungen zu haben. Dieses Bauvorhaben bietet uns ein solides Fundament für die weitere Erschließung des deutschen Marktes. Unsere Tiefbau-, Bagger-, Küsten- und Uferbauarbeiten konzentrieren sich auf den Vorhafen, die Vorbereitungen des Baus der 5. Schleusenkammer und die Verbringung und Verarbeitung der Aushubböden.

Den Bau des neuen Vorhafens beginnt Martens en Van Oord mit dem Rückbau der alten Uferbefestigung. Danach wird das Vorhafenbecken ausgehoben und eine neue Uferbefestigung gebaut.

Anschließend widmen wir uns den Tiefbau- und Baggerarbeiten für den Bau der 5. Schleusenkammer, die 360 x 45 x 16 m groß wird. Für den Bau der Schleusentore und der Herstellung der Unterwasserbetonsohle heben wir den Boden bis auf eine Tiefe von 25 m aus.

Last but not least gehört auch die Verbringung und Verarbeitung aller bei den Arbeiten im Vorhafen und der Schleusenkammer anfallenden Aushubböden zum Auftrag. Diese Böden werden zum Bodenlager im Dyhrrsenmoor verbracht. Im vergangenen Jahr wurde dieses Depot mit 500.000 m3 Sand für die Aufnahme der 1,7 Millionen m3 Aushubboden, die bei den Arbeiten am Vorhafen und der Schleusenkammer anfallen, eingerichtet.

Auftraggeber BAM Infra
Unser Auftraggeber BAM Infra hat den Auftrag für dieses derzeit größte Wasserbauprojekt in Deutschland gemeinsam mit dem Bauunternehmen Wayss & Freytag im Rahmen der Ausschreibung des Wasser- und Schifffahrtsamts erhalten. Dieser Auftrag bietet BAM die Möglichkeit, neben deutschen Firmen auch Unternehmen aus den Niederlanden an den Arbeiten im Rahmen dieses Projekts mit einem Umfang von 246 Millionen Euro mitwirken zu lassen, und dazu gehört auch Martens en Van Oord. BAM selbst übernimmt die Fundierungsarbeiten sowie die wasserbautechnischen Arbeiten beim Bau der Schleusenkammer.

Neben dem zweifelsohne wichtigen Preis haben bei der Vergabe der Leistungen durch BAM auch die gute Zusammenarbeit zwischen der ARGE und Martens en Van Oord bei der Einrichtung des Bodenlagers im Dyhrrsenmoor und die konstruktiven Ideen für die Ausführung dieser Bodenaushubarbeiten eine wesentliche Rolle gespielt.

Weitere Informationen über dieses Bauvorhaben finden Sie auf der Website des Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel.

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